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1. Mechanische Behandlung

In der mechanischen Behandlungsstufe der MBA werden die einzelnen Komponenten der Abfälle getrennt. Sie funktioniert als eine Art „Drehscheibe“. In ihr entscheidet sich, wie der Abfall im weiteren Verlauf behandelt und anschließend verwertet oder beseitigt wird.

Im Anlieferbereich der mechanischen Behandlung kippen die kommunalen Sammelfahrzeuge und gewerbliche Abfalltransporteure die Abfälle in einem Flachbunker ab. Die übrigen Anlieferer (Privatleute und Gewerbetreibende mit Fahrzeugnutzlasten bis zu 7,5 t) werden auf den Wertstoffhöfen I und II abgefertigt. Der dort in Container einsortierte Restabfall wird mit betriebseigenen Lkw ebenfalls in die Anlieferungshalle gebracht.

Die MBA verfügt über zwei getrennte Aufbereitungslinien für Hausmüll (Linie I) und Gewerbeabfälle (Linie II).

Linie I (Hausmüll)

Nachdem der Hausmüll in einem Zerkleinerungsaggregat auf eine Stückigkeit von max. 150 mm zerkleinert wurde, wird er über ein Bändersystem in die Aufbereitungshalle transportiert.

Nachfolgend durchläuft der Abfall ein 26m langes Trommelsieb mit einem Trommeldurchmesser von etwa 3 m. Hier wird der Abfall in 3 Fraktionen aufgetrennt:

Das Material mit der Stückigkeit 0-60mm beinhaltet einen hohen Anteil an Organik und wird im weiteren Verlauf biologisch weiterbehandelt.

Das Mittelkorn (60-300mm) besteht vorwiegend aus sehr heizwertreichen Materialien wie Kunststoffen und Papier. In nachfolgenden Behandlungsschritten werden Metalle, anhaftende Restorganik und durch eine Windsichtung Schwerstoffe abgetrennt, ehe die sogenannte heizwertreiche Fraktion nachzerkleinert und dann als qualitativ hochwertiger Ersatzbrennstoff verladen wird.

Der so erzeugte Brennstoff aus Abfall wird im Heizkraftwerk Minden der AML Immobilien GmbH zur Erzeugung von Wärme und Prozessdampf genutzt und somit vollständig verwertet.

Das Trommelsieb trennt darüber hinaus ein Überkorn > 300mm ab, das über Förderbänder in die Anlieferhalle zurückgeführt und anschließend auf der Gewerbeabfalllinie (Linie II) erneut aufgegeben wird.

Linie II (Gewerbeabfall)

Gewerbeabfall beinhaltet typischerweise kaum Organik und ist insgesamt sehr viel grobstückiger und trockener als Hausmüll.

Zunächst wird er von groben Störstoffen (z.B. Matratzen und Teppichen) befreit. Anschließend wird er zerkleinert und es werden Metalle abgeschieden.

Der gesamte Hauptstrom wird zu Brennstoff aufbereitet und anschließend verladen. Die Container werden zum Abtransport zur thermischen Verwertung auf dem Containerabstellplatz bereitgestellt.

2. Biologische Behandlung

Etwa 80% der organikhaltigen Fraktion 0-60mm wird zunächst in einer Vergärungsanlage unter anaeroben Milieubedingungen (ohne Luftsauerstoff) etwa drei Wochen vergoren.

Das bei diesem Prozess entstehende Methangas wird in einem Blockheizkraftwerk verwertet. Anschließend erfolgt eine Durchmischung des Gärrückstandes mit den restlichen 20% des Materials.

Das Gemisch wird einer Rotteanlage, die nach dem Tunnelsystem funktioniert, zugeführt. Insgesamt 23 Tunnel werden mit einem automatischen Eintragsystem und einem manuell betriebenen Radlader als Austragsgerät bewirtschaftet.

In den Tunneln für die ersten Rottewochen erfolgt eine intensive Entgasung des Materials. Dies geschieht auch mit dem Ziel, das Material, das zuvor unter anaeroben Bedingungen behandelt wurde, auf aerobe Milieubedingungen umzustellen.

Die Rottezeit beträgt etwa acht Wochen. In dieser Zeit wird das Material mehrmals ein- und ausgetragen, wobei der Rotteprozess aktiv durch Belüftung und Bewässerung gesteuert und optimiert werden kann.

Rottegut

Das Outputmaterial der biologischen Behandlung ist nicht weiter verwertbar. Es wird auf der Deponie Pohlsche Heide unter Einhaltung der Ablagerungsparameter des Anhangs 2 der Abfallablagerungsverordnung deponiert.

Die Ablagerung des Rottegutes erfolgt auf einem separaten Deponieabschnitt der Deponie Pohlsche Heide. Dadurch ist die Möglichkeit zur Kontrolle der Ablagerungseigenschaften des Rottegutes gegeben. Der Einbau erfolgt hochverdichtet, so dass die anfallende Sickerwassermenge minimiert wird.

Emissionen

Die MBA Pohlsche Heide ist als gekapselte Anlage konzipiert. Belastete Abluftströme (Hallenluft der Anlieferung und mechanischen Aufbereitung, Abluft der Biologischen Stufe) werden gefasst und einer mehrstufigen Abluftreinigung zugeführt:

Die gesamte belastete Abluft der Rottetunnel wird über zwei kreuzgeschaltete „Saure Wäscher“ gefahren. Ziel dieser Behandlung ist die Reduzierung von Staub- und Ammoniakfrachten. Es folgt die „Regenerative thermische Oxidation“ (RTO), die die Stickstoff- und TOC-Frachten reduziert. Die RTO arbeitet im Temperaturbereich von 800 bis 1000 °C. Bei diesen Temperaturen reagieren die im Abluftstrom enthaltenen Kohlenwasserstoffe spontan mit dem vorhandenen Sauerstoff. Die entstehenden Verbrennungsprodukte Kohlendioxid und Wasserdampf sind ungiftig und geruchsfrei.

Die schwach belastete Luft aus der Annahme-, der Maschinen- und der Vorhalle der Tunnelrotte durchläuft zunächst einen Luftbefeuchter, ehe sie in einem Biofilter behandelt wird.

Die Ableitung aller Abluftströme erfolgt unter Einhaltung der Emissionsbestimmungen der 30. BImSchV und der TA-Luft kontrolliert über einen Kamin.

Die Nutzung des Biogases aus Restabfall beeinflusst die CO2-Bilanz der Gesamtanlage positiv. Geruchs- und Lärmemissionen der MBA liegen deutlich unter den Grenzwerten.

Abwasser fällt in der MBA nur in geringem Umfang an, da das Konzept eine Nutzung anfallender Abwässer als Prozesswasser vorsieht. Das im biologischen Prozess eingesetzte Wasser verdampft und wird mit der Abluft abgeführt.
















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